Nach der Wende kaufte sich Thomas wie viele
andere ein neues Motorrad - eine Suzuki GSX-R 750 - um die neu gewonnene
Freiheit auszunutzen.
Doch im Gegensatz zu seinen Bikerfreunden die sich bei den vielen
gemeinsamen Ausfahrten kaum um die Verkehrsregeln kümmerten zog
es ihn bald auf die nächstgelegene Rennstrecke.
Diese befand sich im 70km entfernten tchechischen Most. Hier konnte
Thomas seiner beginnenden Leidenschaft freien Lauf lassen ohne die
Gefahren des öffentlichen Straßenverkehrs fürchten
zu müssen.
Nachdem er einige Sonntage und ganze Wochenenden
damit verbracht hatte seine Rundenzeiten zu verbessern kam es irgendwann
zum ersten Kontakt mit dem Kiesbett bei dem auch die Originalverkleidung
seines straßenzugelassenen Motorrades einiges abbekam.
Da mittlerweile auch die Technik der GSX-R nicht mehr auf dem neuesten
Stand war mußte eine neue her - natürlich wieder eine Suzuki
- aber diesmal mit extra Rennverkleidung.
Das Motorrad wurde also umgebaut und fortan hielt sich Thomas bis
auf wenige Ausnahmen nur noch auf Rennstrecken auf.
Und weil immer die selbe Strecke mit der Zeit recht langweilig wird
fuhr er mit dem inzwischen angeschafften Transportfahrzeug samt Wohnwagen
auch auf weiter entfernte Strecken um sich mit gleichgesinnten Messen
zu können.
Der Spaß im Kreis zu fahren wurde dabei immer größer
und da Thomas auch mit vielen älteren Rennfahrern mithalten konnte
stieg auch der Ergeiz in ihm immer besser zu werden.
Auf der Suche nach neuen Herausvorderungen wurden die Entfernungen
zu den Rennstrecken immer größer.
So ging es an verlängerten Wochenenden bis nach Mugello in Italien
oder in's spanische Calafat.
Im Jahr 2001 zu Ostern verschlug es Thomas nach Barcelona auf den
Circuit de Catalunia und hier sollte ein Wendepunkt in seiner Rennfahrerkarriere
stattfinden denn zu diesem Zeitpunkt fand auch das Auftakttraining
des Suzuki SV 650 - Cup's statt!!!