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Wie angekündigt sind wir am vergangenen
Wochenende zusammen mit dem Betreiber des Görlitzring's auf dessen
Einladung nach Italien gefahren.
Er war bereits im Frühjahr dieses Jahres an die Südspitze
des Gardasee's gefahren wo sich die Rennstrecke befindet. Wie wir nach
10-stündiger Anreise feststellten war es eine fantastische große
Anlage auf der auch Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen werden.
Und zu aller Überraschung waren bei unserer Ankunft Freitag Abend
um 23 Uhr noch Leihkarts auf der Strecke unterwegs. Diese Chance ließen
wir uns natürlich nicht entgehen und drehten ein paar Runden unter
Flutlicht um gleich den Streckenverlauf kennenzulernen.
Am Samstag begannen um 9 Uhr die freien Trainings. Philip mußte
sich erst an die neue Strecke, den neuen Motor und die vielen Teilnehmer
seiner Klasse - es waren über 40 - gewöhnen. Auch die Hitze
die nur am Morgen erträglich war machte allen schwer zu schaffen.
Nach dem 2. Training kam er dann gut zurecht und wir konnten die ersten
Rundenzeiten auswerten.
Diese lagen allerdings noch 2 Sekunden hinter denen der Konkurrenz und
wir versuchten mit anderen Übersetzungen und der Fahrwerkseinstellung
noch etwas aus dem Kart herauszuholen.
Nach 6 Trainingseinheiten in denen sich Philip weiter steigern konnte
fehlte aber immer noch über eine Sekunde zur Spitze. Doch wir nahmen
das gelassen denn für's Erste Mal auf dieser Strecke und der riesigen
Konkurrenz hatten wir uns keine großen Erwartungen gesetzt.
Nun war es an der Zeit uns für das Rennen anzumelden.
Doch nachdem wir alle Formulare ausgefüllt und abgegeben hatten
versuchten uns die italienischen Rennkommissare verständlich zu
machen daß wir nicht starten dürfen.
Wir verstanden das natürlich überhaupt nicht und nach langem
hin und her erfuhren wir daß eine bestimmte Lizenz die nach italienischem
Reglement vorgeschrieben ist fehlte.
Alles Reden, Disskutieren und Betteln half nichts. Der verantwortliche
Rennleiter blieb stur und wir durften ohne Starterlaubnis wieder gehen.
Frustriert packten wir alles ein und machten uns Samstag Abend wieder
auf den Heimweg.
Aber trotz aller Enttäuschung faßten wir am Ende das Positive
zusammen. Wir haben wieder eine neue Strecke kennengelernt, Philip konnte
immerhin alle Trainings mitfahren und wir haben viele Erfahrungen im
Mutterland des Kartsports gesammelt. Schade nur daß wir dafür
so weit fahren mußten. Doch das nächste Mal sind wir auf
alles vorbereitet.
Für das ADMV-Rennen in Löschen hatten wir einen Ersatzfahrer
engagiert der in dieser Meisterschaft nicht gemeldet ist und im Namen
von Philip an den Start ging. Zu unserer großen Freude konnte
dieser Fahrer beide Rennen gewinnen und Philip bekam für die Meisterschaftswertung
die volle Punktzahl.
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