Zu Ostern 2001 war Thomas mit seiner Familie nach Barcelona auf den Circuit de Catalunia gefahren um hier an einer Veranstaltung von Speer-Racing teilzunehmen. Speer-Racing organisiert freie Motorradtrainings auf Rennstrecken in ganz Europa für alle Rennfahrer und solche die es mal werden wollen.
Thomas hatte schon oft an solchen Veranstaltungen teilgenommen und sich bei den abschließenden Sprintrennen auch den einen oder anderen Pokal erkämpft.
An diesem Wochenende fand aber auch das Auftakttraining des Suzuki SV 650-Cup's auf dieser Strecke statt.
Dieser Cup war im Jahre 2000 von Suzuki Deutschland ins Leben gerufen worden um einerseits jungen Hobbyrennfahrern den Einstieg in den professionellen Motorsport zu ermöglichen und andererseits ihr Motorrad
- in dem Falle die SV 650 - präsentieren zu können.
Nachdem Thomas auf das Treiben der Cup-Fahrer aufmerksam geworden war verfolgte er dieses mit zunehmendem Interesse. Nach 2 Tagen des ausspionierens und ausfragens bekam er die Möglichkeit eines der Motorräder auf der Rennstrecke Probe zu fahren.
Und schon nach kurzer Eingewöhnungsfase fuhr er fast so schnell wie die erfahrenen Cup-Piloten.
Das motivierte ihn natürlich zusätzlich und nach kurzer Tagung des Familienrates meldete er sich gleich vor Ort für diesen Cup an.
Damit begann die Motorsportlaufbahn in der Int. Deutschen Motorradmeisterschaft denn der SV-Cup wurde im Rahmen dieser ausgetragen.
Der erste Lauf fand auf dem neu eröffneten Lausitzring statt und Thomas fuhr im Zeittraining gleich in die erste Startreihe auf Platz 4. Aber das Rennen fand an diesem Tag nicht mehr statt denn durch mehrere Unfälle, Ölspuren, und Dauerregen wurde die Strecke so schmierig daß die letzten Rennen abgesagt werden mußten.
Doch die Euphorie war riesengroß denn niemand hatte damit gerechnet das Thomas bei'm ersten Rennen so weit vorn stehen würde.

Kurz danach wollte es das Schicksal daß sich Thomas bei einem unglücklichen Unfall das Kahnbein an der linken Hand brach und jeder der sich etwas damit auskennt weiß was das bedeutet. Für alle die es nicht wissen: halbes Jahr Gips, danach mühsame Reha.
Die erste Saison im Suzuki-Cup schien damit gelaufen doch mit viel Willenskraft und noch mehr Training schaffte es Thomas zum vorletzten Rennen in Oschersleben wieder halbwegs fit zu sein.
Bei dieser Veranstaltung wurde auch das 1. Rennen vom Lausitzring nachgeholt so daß Thomas noch 3 der 8 Rennen mitfahren konnte. Dabei landete er im hinteren Mittelfeld was ihn natürlich sehr ärgerte und nachdem Suzuki verkündet hatte im folgenden Jahr den Cup fortzuführen stand die Entscheidung sofort fest wieder daran teilzunehmen und zu beweisen das bessere Platzierungen möglich sind.


das noch recht kleine Fahrerfeld des SV 650S-Cup's


die erste Cup-Maschine-Thomas war sichtlich stolz

nach langer Verletzungspause ging es wieder Berg auf

Warten auf den Rennstart in Hockenheim-im Schatten waren schon 30 Grad

Startaufstellung in Hockenheim - leider nur im hinteren Mittelfeld
   


die Stimmung war trotzdem gut - trotz kalter Füße